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Da müssen wir noch ran…

Hallo,
da Ivonne ja aktuell krank ist, bietet es sich an dem Wunsch einiger Kommentatoren nachzukommen und mal einen Beitrag aus Sicht der Ausbilder zu schreiben.
Ich denke das ist sicher speziell für IT-Profis hier Interessant.
Wir werden das nicht allzu oft machen, rechnet alle 2-3 Monate mit einem Ausbilder-Beitrag, später wenn Ivonne selber Profi ist, eher noch seltener bis gar nicht mehr.

Der Beitrag wirft mit Fachbegriffen um sich, ich hoffe die technisch nicht so versierten haben Verständnis dafür.
Euch kann ich soviel sagen: Der Beitrag sagt aus, dass Ivonne noch sehr sehr viel lernen wird/soll.

Was bisher Geschah:
Wie die meisten von euch mitbekommen haben ist es schon im ersten Monat “relativ” hart zur Sache gegangen. Warum wir Linux als erstes OS verwenden ist denke ich bereits geklärt, daher wollen wir hier nicht mehr weiter auf darauf eingehen. Nur soviel: Ja, Ivonne wird später auch mit Windows arbeiten.

Ivonne musste im September viel an ihrem Arbeitsplatz-Rechner herumspielen, immer wieder neue Partitionen anlegen und ganze Verzeichnisse dorthin auslagern.
Dahinter stecken im Wesentlichen zwei Gedanken:
Sie soll lernen, was es mit Festplatten, Partitionen und Dateisystemen auf sich hat.
Diese Arbeiten sind ein geeignetes Mittel, um immer wieder die Grundbefehle wie cp, mv, rm, tar zu üben und natürlich den vi zu benutzen.
Irgendetwas müssen wir uns halt ausdenken um all diese Befehle immer und wieder benutzen zu können, dann soll es wenigstens auch gleich einen praktischen Nutzen haben.
Wir erklären Ivonne zwar eine ganze Menge, aber wichtig ist für uns auch das sie lernt selbstständig in den Man-Pages und im Internet nach Lösungen zu suchen.

Ausblick auf den Oktober:
Im Oktober sollen die Grundlagen weiter vertieft werden, dafür werden sich ha und oklein wieder einige “anspruchsvolle” Aufgaben ausdenken :-)
Es geht weiter um die Grundlagen-Befehle, diese auszubauen und die bereits gelernten zu festigen. Da ständiges Partionen umhängen aber recht schnell langweilig wird, wird Ivonne im nächsten Monat verstärkt Dienste installieren, z.B. Mailserver, Webserver, Fileserver, etc…
Ivonne soll all diese Dienste natürlich nicht sofort komplett erlernen sondern sie vielmehr kennenlernen und ein Feeling dafür bekommen.
Also ich geb mal ein Beispiel an Apache 2 *g*
So kann es sein das wir ihr sagen: “DocumentRoot soll in /var/www liegen”, am nächsten Tag soll es dann in z.B. in /home/web/ liegen.

Wir werden sie wahrscheinlich auch die Logfiles hin und her kopieren lassen, natürlich muss sie auch hier die Konfiguration entsprechend anpassen. Den Rest könnt ihr euch jetzt wahrscheinlich selbst denken ;-)
Da wir es hier mit Diensten zu tun haben wird sicherlich auch TCP/IP und die unter Linux gängigen Kommandos vertieft bzw. eingeführt werden.

Langfristiger Ausblick:
Das langfristige Ziel für Ende dieses / Anfang nächsten Jahres ist folgendes:
Der oklein wird dann auf einem Rechner Debian installieren und es etwas, sagen wir abspecken *g*
Ivonne wird einen Rechner vorfinden auf dem sie einen Kernel, eine Bash, ein Compiler-Toolkit und die aller, wirklich nur allernötigsten Befehle vorfinden.
Kein apt-get, man, vi, init, cron, syslog, mv, make, etc…
Ihre Aufgabe wird es dann sein dieses System wieder zum laufen zu bekommen mit einem bestimmten Dienst den oklein sich noch ausdenken wird, z.B. Apache.
Ivonne muss dann den Dienst selbst und alles was dran hängt aus den Quellen beschaffen und kompilieren (natürlich nicht ohne Hilfe).
Mit “alles was dran hängt” meinen wir die Bibliotheken für den Dienst und natürlich alle Tools die sie braucht um ihn zu konfigurieren, also die üblichen Grundprogramme wie z.B. init, den vi oder cron.

Ivonne: Wenn Du das jetzt liest: Das ist nicht so heftig wie sich das jetzt alles anhört.

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12 Antworten zu “Da müssen wir noch ran…”

  1. Coltaine sagt:

    Ahja. Nicht so heftig ^^
    Wenn ich das so lese, ist Yvonne – sobald sie es kann – um einiges fitter als der größte Teil der selbsternannten Linux-Profis :D
    Immerhin weiss ich dann, an wen ich mich vertrauensvoll wenden kann, wenn es gar nicht mehr weitergeht *unschuldig pfeif* ;)

  2. derJan sagt:

    @Ivonne: Sei froh, dass du so etwas in der Ausbildung lernst, ich verwende dafür meine Freizeit… Du kannst dir sicher sein, am Ende deiner Ausbildung sehr viel mehr nützliches Wissen zu haben als deine Mitschüler.

    @Ausbilder: Wie wäre es mit einem LinuxFromScratch (http://www.linuxfromscratch.org/) Ende dieses / anfang nächsten Jahres? ;)

  3. Matthias sagt:

    Wenn die gute Ivonne das alles geschafft hat, ist sie auf jeden Fall fürs Arbeiten unter Linux fit. Setzt sie dann im zweiten Lehrjahr ein komplettes Windows-Netzwerk mit Active Directory und allem drum und dran auf? :D

  4. Abraxa sagt:

    ihr habt nicht zufälligerweise die Arbeitsanweisungen irgendwo digital und könntet sie regelmäßig online stellen?

    mir fehlt nämlich immer der ansatzpunkt um mal mit linux umgehen zu lernen.

    lg

    die abraxa

  5. admin sagt:

    @Abraxa:
    Eigentlich möchten wir das Blog möglichst Ausbilderfrei halten, vielleicht kann man sowas als eigene Seiten wie das Impressum realisieren.

    Da sollte aber, so denke ich zumindest, ein deutlicher Wunsch von noch mehr Bloglesern dabei sein.

    Naja, der ha äussert sich bestimmt später noch dazu ;-)

  6. Christian sagt:

    Mann Mann Mann…Ihr nehmt die Ausbildung ja richtig ernst. Ich wäre froh gewesen, wenn ich in meiner Ausbildung damals auch außerhalb der Berufsschultage was gelernt hätte…

  7. Ralf sagt:

    Ich hab so ne Ahnung, dass ein System ohne init jetzt nicht so furchtbar viel bringt, oder?

  8. krisz sagt:

    Also mich würden solche Arbeitsanweisungen für die Auszubildende auch interessieren. Ich arbeite in einem Betrieb, wo leider zu 99% Microsoft-Produkte eingesetzt werden.
    Liese sich so ein abgespecktes Debian auch in ein VMWare-Image packen und zum Download anbieten? Mich würde das auch interessieren, ob ich das schaffen würde. Ivonne könnte ja in diesem Zusammenhang einen Torrent-Server installieren ;)

  9. oklein sagt:

    @ralf: init braucht man nicht unbedingt, “linux init=/bin/bash” reicht voellig, um arbeiten zu koennen.

  10. borg5618 sagt:

    Also ehrlich, da kann ich nur neidisch sein :-) .
    Wenn das so weiter geht, ist mein Schwesterchen, in kürzester Zeit, fast
    soweit wie ich *neidisch guck*. Gut das ich Ihr ein paar Jahre Erfahrung,
    voraus habe aber das Tempo macht mir Angst ;-) .

    In diesem Sinne, kämpf dich weiter durch und viel Spass dabei :-) .

  11. Avarion sagt:

    @admin: Ich bin auf alle Fälle dafür. Finde die Details immer hochspannend.

  12. Ein C-Compiler | Fachinformatiker Azubi-Blog sagt:

    [...] bin ich gespannt was mich erwartet. Wenn es auf die Aufgabe hinausläuft, die mein Ausbilder angekündigt hat, schlottern mir jetzt schon die [...]

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